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Gartner-Studie: Markt für PDAs legt deutlich zu

Der weltweite Markt für PDAs hat im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 32 Prozent zugelegt. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Gartner in einer aktuellen Studie. Verglichen mit dem dritten Quartal 2005 fiel der durchschnittliche Verkaufspreis um 13 Prozent auf 351 US-Dollar. Insgesamt wanderten in den vergangenen drei Monaten 4,5 Millionen Geräte über die Ladentheke.

Das Wachstum führen die Marktforscher auf die gestiegene Rückfrage nach PDAs mit Handy-Funktion zurück. Insbesondere die Geräte Sidekick 3, Nokia E61/E62 und Motorola Q pushten die Verkaufszahlen nach oben. Laut Gartner belegte RIMs Blackberry mit einem Marktanteil von knapp 21 Prozent den vorderen Rang. Die größte Wachstumsrate konnte Dangers Sidekick 3 verbuchen. Den im dritten Quartal 2005 abgesetzten 119.000 Geräten standen dieses Jahr knapp 476.000 verkaufte Geräte gegenüber. Für Palm errechneten die Marktforscher sinkende Verkaufszahlen gegenüber dem vergangenen Jahr. Eine Erklärung sieht Gartner darin, dass Palm keine PDAs mit Handy-Funktion anbiete – was angesichts der Treo-Serie, die von Gartner nicht als PDA, sondern als Smartphone gezählt werden, etwas verwundert.

Was die Marktforscher alles unter PDA (elektronischer Organizer, der möglicherweise auch eine Funkschnittstelle und Internet-Zugang hat) verstehen und was als Smartphone (Handy mit zusätzlichen Organizer- und Internet-Funktionen) außen vor bleibt, erscheint sowieso nicht so recht scharf unterschieden: So zählt Gartner zu den PDAs eben nicht die Treo-Smartphones von Palm, wohl aber Mobilgeräte mit Funkschnittstelle wie die in der Studie vertretenen Geräte aus Nokias E-Serie. Dementsprechend kommen auch die Marktforscher von IDC, die nur reine Handhelds ohne Telefoniefunktion zu den PDAs zählen, auch zu ganz anderen Ergebnissen: Laut IDC sterben zumindest in Europa die PDAs in Kürze ganz aus.
(Quelle: Heise/c't)

Google, Yahoo und Microsoft einigen sich auf Sitemap-Standard

In einer mehr als ungewöhnlichen Allianz haben Google, Yahoo und Microsoft beschlossen, sich auf einen einheitlichen Standard für maschinenlesbare Sitemaps zu einigen.

Webmaster und Inhalteanbieter können damit ein einheitliches Format zur Zusammenfassung ihrer Inhalte verwenden, das dann die Indexierung-Bots aller drei großen Suchmaschinen verstehen.

Google hat das quelloffene und XML-basierende „Sitemap Protocol“ entwickelt und setzt es bereits seit rund 18 Monaten ein. Yahoo wird es ab morgen nutzen, und alle drei Firmen wollen es gemeinsam weiterentwickeln. Yahoo hatte bislang einen eigenen Standard verwendet und wird diesen auch weiterhin unterstützen. Microsoft gibt sein gegenwärtig genutztes Protokoll auf, wenn es Anfang 2007 das Sitemap Protocol in seine Suchmaschine integriert.

Sitemaps dienen dazu, den automatisierten Web-Crawlern der Suchmaschinen die Indexierung einer Website zu erleichtern. Besonders nützlich sind sie da, wo viele dynamisch aus Datenbanken generierte Inhalte angeboten werden, die die Bots weniger leicht auffinden können als statische Seiten.

Die bislang unterschiedlichen Protokolle bedeuteten für Webmaster viel Arbeit. Mit der Einigung auf das Sitemap Protocol reduziert sich der Aufwand merklich. „Der Vorteil für Publisher ist, dass sie mehr Content schneller indexiert bekommen“, erklärt Tim Mayer, Senior Director of Global Search bei Yahoo.

Das gemeinsame Protokoll werde die Sitemaps generell verbessern, hofft die Troika. Ihre Crawler würden damit mehr erfassen, wovon letztlich die Endnutzer profitieren sollen. „Uns geht es letztlich um die besten Ergebnisse für Sucher und einfache Handhabung für Site-Besitzer. Und das erschlagen wir hiermit“, freut sich auch Vanessa Fox, Product Manager für Googles Webmaster Central.

Im Sitemap Protocol lassen sich neben den zu indexierenden Seiten auch noch andere wichtige Informationen (Metadaten) festlegen, etwa wann eine Seite zuletzt geändert wurde, wie häufig sie sich im Schnitt ändert und wie wichtig sie im Gesamtkontext einer Site ist.

Google, Yahoo und Microsoft wollen auch andere Suchmaschinenbetreiber sowie Anbieter verwandter Software (Content-Management-Systeme etc.) ermuntern, das Sitemap Protocol zu verwenden. Es steht unter der „Attribution-ShareAlike“-Lizenz von Creative Commons, alles Weitere finden Interessierte unter www.sitemaps.org.
(Quelle: Computerwoche)

AOL veröffentlicht neue Version des Instant Messengers AIM

AOL hat Version 6.0 seines Instant Messenger AIM veröffentlicht. Die "Buddy List" bietet nun Platz für 1.000 Kontakte. Per RSS-Feed lassen sich Freunde über das Einstellen neuer Inhalte beispielsweise bei YouTube oder Flickr informieren.
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Für den gleichzeitigen IM-Plausch mit mehreren Nutzern hält AIM 6.0 das Gruppieren des Nachrichtenfensters bereit. Alle Gesprächspartner erscheinen in einem Fenster. Über eine Registerkarte lässt sich zwischen einzelnen Nutzern umschalten.

Ebenfalls kann man im Nachrichtenfenster nun per Mausklick Video- und Audio-Chats starten sowie Fotos tauschen. Über den das neue "Away Message Center" sollen Nutzer bequem ihren Online-Status festlegen können. Auf Wunsch werden einzelne Nachrichten und Chat-Aufzeichnungen als HTML-Datei gespeichert.

Ebenfalls neu hinzugekommen ist das "Offline Messaging": Nachrichten lassen sich nun auch an Nutzer senden, die gerade offline sind. Beim nächsten Start von AIM bekommen sie die Nachricht ausgeliefert. (Quelle: Heise/c't)

Staatsanwalt will bis zu sechs Jahre Haft im Dialer-Prozess

Im Prozess um Millionenbetrug mit sogenannten Internet-Autodialern hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück für den Hauptangeklagten sechs Jahre Haft gefordert. Ein weiterer Angeklagter soll viereinhalb Jahre ins Gefängnis, forderte Staatsanwalt Jürgen Lewandrowski am Donnerstag. Von dem Urteil müsse das Signal ausgehen, dass sich Internet-Kriminalität nicht lohne, sagte er. Die beiden Männer im Alter von 31 und 35 Jahren sollen bandenmäßig illegale Einwahlprogramme zu teuren 0190-Nummern, so genannte Autodialer, verwendet und damit in den Jahren 2002 und 2003 insgesamt zwölf Millionen Euro ergaunert haben. Das Urteil soll am 20. Dezember verkündet werden.
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Ursprünglich waren vier Männer angeklagt. Zwei von ihnen waren bereits im Juni zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Ihren Aussagen sei es zu verdanken gewesen, dass das Verfahren überhaupt erst ins Rollen kam, sagte Lewandrowski. Die Männer hätten zunächst mit legalen Einwahlprogrammen Geschäfte gemacht. Als jedoch im Sommer 2002 der Markt zusammengebrochen sei, hätten die Angeklagten mehr und mehr auf illegale Programme gesetzt. Die Dialer seien so gestaltet gewesen, dass nicht nur die Benutzer nichts merken konnten, sondern auch so, dass ihre Spuren auf den befallenen Rechnern automatisch verwischt wurden, sagte Lewandrowski. Es habe sich um ein "pervertiertes System mit höchster Heimtücke" gehandelt. Die Schlussvorträge der Verteidigung sind für den 6. und den 15. Dezember geplant. (dpa) / (Quelle: Heise/c't)

Sicherheitslücke in Pandas Online-Virenscanner

Pandas Online-Virenscanner installiert ActiveX-Module, die böswillige Individuen aus präparierten Webseiten heraus aufrufen können. Der Sicherheitsdienstleister Secunia meldet Schwachstellen in den ActiveX-Modulen, die Angreifern ermöglichen, beliebige Schadsoftware auf betroffene Systeme einzuschleusen.
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Das ActiveX-Control ActiveScan.1 des Panda-Scanners zeichnet gleich für zwei Schwachstellen verantwortlich. Ein Aufruf der Funktion Reinicializar() führt zum Rechnerneustart, ohne dass der Benutzer eingreifen könnte. Die Funktion Analizar() ist nicht Thread-sicher – einige Variablen und Zeiger liegen in gemeinsam genutzten Speicherbereichen. Durch das mehrfache Aufrufen der Funktion entsteht in der Folge eine so genannte Race-Condition, bei der durch Speicherverwürfelungen eingeschleuster Code zur Ausführung kommen kann.

Weniger kritisch ist eine Lücke in der Funktion ObtenerTamano() der ActiveX-Komponente PAVPZ.SOS.1. Diese liefert die Größe einer angegebenen lokalen Datei zurück, woraus Angreifer etwa das Vorhandensein bestimmter Dateiversionen erschließen könnten. Panda hat inzwischen aktualisierte ActiveX-Module bereitgestellt, die betroffene Anwender durch den Besuch der Seite und dem Anstoßen eines Scans mit dem Online-Scanner baldmöglichst einspielen sollten.
(Quelle: Heise/c't)

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